Fantasy

Tolkien und seine Wirkung auf die Videospielwelt

Tolkien hat nicht nur Bücher geschrieben – er hat ein Genre erschaffen. Ohne Mittelerde würde die gesamte Fantasy-Videospielwelt anders aussehen.

Die Rassen: Tolkiens bleibendste Schöpfung

Elben, Zwerge, Halblinge, Orks – Tolkien gab diesen Rassen ihre modernen Charakterisierungen. Seine weisen melancholischen Elben, eigensinnigen Zwerge, seine kriegerischen Orks – diese Archetypus-Definitionen finden sich in World of Warcraft, The Elder Scrolls, Dragon Age und hunderten anderen Spielen.

Das Monomythos-Prinzip und Quest-Design

Tolkiens strukturierter Heldenreise-Aufbau ist die Blaupause für das RPG-Quest-Design. Die Gefährten-Reise hat direkt das Partysystem beeinflusst: Verschiedene Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten verbunden durch eine gemeinsame Mission.
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Weltenbau als Standard

Tolkiens Weltenbau-Methodik setzte Standards. Er erschuf nicht nur eine Geschichte sondern eine vollständige Welt mit Sprachen, Historien, Mythen und Karten. Dieses Konzept beeinflusste alle bedeutenden Fantasy-IP-Schöpfer – von Blizzard bis George R.R. Martin.

Direkte Adaptionen

Lord of the Rings Online ist das direkteste Videospiel-Erbe. Shadows of Mordor hat das Nemesis-System erfunden, eine der innovativsten Mechaniken der Spielegeschichte. Die kommenden Amazon-Spiele versprechen weitere Interpretationen.

Was bleibt

Tolkiens Grundgerüst – die Magie des anderen Ortes, der Kampf gegen das Böse mit persönlichem Preis – ist ureigenst Tolkiensch und allgegenwärtig in modernen RPGs. Kein Autor hat die Videospielgeschichte stärker beeinflusst ohne ein einziges Spiel gespielt zu haben.
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